· 2DOT1 MK2, Kompaktbox in K+T 2/2013
2.1-Systeme sind schon lange gängig. Sie haben den Vorteil, dass man den voluminösen Tieftöner unauffällig unterbringen kann. Ein derartiges 2.1-System ist die von Frank Kuhl entwickelte 2DOT1 mit Monacor-Bestückung. Man kann den 2DOT1 Subwoofer sogar mit Kacheln an die eigenen gekachelten Wände oder den gekachelten Boden angleichen. 2DOT1 besteht aus einer Kompaktbox, die einen Magnetostaten und einen kleinen Monacor Woofer beheimatet. Der Subwoofer enthielt ursprünglich einen 10-Zöller vom Typ SPH-10M als Antrieb. In der überarbeiteten Version MK2 enthält er einen Blackbass-250. Er ist als geschlossene Box aufgebaut. Die Frequenzweiche des Satelliten besteht aus einem Tiefpass 2. Ordnung für den kleinen Tieftöner und einem Hochpass 3. Ordnung (18 dB/Oktave) für den Magnetostaten, die die hohen Töne erzeugt. Der Frequenzweiche kann noch ein Hochpass 2. Ordnung vorgeschaltet werden um den Satelliten von den tiefen Tönen frei zu stellen, die ihn bei hohen Pegeln überfordern. Dafür ist der Subwoofer zuständig. Die nichtlinearen Verzerrungen sind bei 4 kHz doch deutlich erhöht; das Zerfallsspektrum zeigt ein wunschgemäßes zügiges Abklingen; der Frequenzgang zeigt eine leichte Übertreibung auf Achse bei 10-20 kHz, die aber unter 30 Grad Winkel (wo der Hörer sitzen sollte) fast völlig verschwindet. Die Übertreibung kann durch unten beschriebenen Saugkreis beseitigt werden, was wir jedoch nicht empfehlen. Ein Ausschnitt aus dem Klang+Ton Hörtest ... "Die kleinen Speaker wirkten dort, als würden sie den ganzen Tieftonanteil wiedergeben. Der Subwoofer war einfach nicht zu orten. Die Taktik mit den Fliesen geht voll auf und lässt kaum Vibrationen zu. Es wackelt nichts in den Regalen, und das obwohl ein kräftiger, druckvoller Bass im Raum ist. Die Satelliten ihrerseits spielen mit einer gehörigen Portion Luftigkeit und Feinauflösung. Die Überhöhung im Hochton stört überhaupt nicht, und tatsächlich wirken die zierlichen Boxen mit dem Sperrkreis um einiges gehemmter - die Betonung der hohen Frequenzen ist eher als spritzige Note wahrnehmbar. Die Mitten kommen prägnant und kräftig ohne je unangenehm zu werden. Der Bass ist in jedem Raum auf die persönliche Vorliebe einstellbar. Hier sei noch einmal gesagt: Es hilft nur ausprobieren. Die Pegelfestigkeit wiederum ist sehr ordentlich. Die Satelliten wirken aufgrund ihrer Größe unscheinbarer, als sie sind, und entpuppen sich als um einiges tauglicher für laute Töne, als man meint. Klar, es sind keine PA-Monster, aber in den Räumen, für die sie konzipiert sind, ist das mehr als ausreichend. Damit eignen sie sich auch sehr gut als Ergänzung zu bestehenden Lautsprechern, um beispielsweise ein Heimkinosystem damit aufzubauen. Musik hören ist mit diesem System ein echter Genuss. Das Rundstrahlverhalten macht die kleinen Satelliten zu einer Idealbesetzung für die Beschallung im Hintergrund oder wenn man sich beim Musik hören gerne mal im Raum bewegt. Dabei sind sie auch bei zurückhaltender Lautstärke sehr fein auflösend und glasklar in den Höhen. Hier werden keine Details unterschlagen. Auch der Subwoofer spielt bei leisen Tönen sehr nuanciert und straff."