Capella 208

· Capella 208, Standlautsprecher in Hobby Hifi 5/2013

Capella 208 ist ein Standlautsprecher mit Mivoc-Lautsprechern. Bernd Timmermanns wählte dazu den Mivoc Magnetostaten KFT130M und den Mivoc Tieftöner XAW208HC. Die Bassreflexöffnung mündet seitlich hinter der Front um den Wünschen zu genügen, dass sie nicht nach vorn abstrahlt aber dennoch möglichst nahe der Front der Lautsprecherbox ist. Im Innern enthält die Box noch einen Helmholtz-Absorber um ungewünschte Resonanzen zu schwächen. Die Frequenzweiche besteht aus einem Hochpass für den Magnetostaten und einem Tiefpass für den Tieftonlautsprecher. Der Tiefpass enthält eine Spule in Reihe zum Tieftöner. Parallel zum Tieftöner kommt ein Saugkreis zum Einsatz, der Resonanzen bei 3 und 5 kHz unterdrückt. Der Magnetostat wird durch einen Hochpass 3. Ordnung angesteuert. Die nichtlinearen Verzerrungen sind noch gering; der Frequenzgang ist auf Achse recht eben; das Abklingen ist zügig. Da der Lautsprecher bereits unter 30 Grad Winkel bei Frequenzen oberhalb von 2,5 kHz abfällt, ist eine Ausrichtung auf den Hörer zu empfehlen. ... "Eine genaue Ausrichtung zur Hörposition erwies sich als ideal. Capella 208 spielt vorbildlich ausgewogen. Klangfarben trifft sie vorbildlich. Stimmen klingen daher besonders natürlich. Gleichzeitig modelliert sie diese wunderbar plastisch; die Interpreten stehen daher bestens nachvollziehbar im Raum, in definierter Distanz und realistischer Größe. Instrumente begeistern mit der Fülle feiner Details, die der magnetostatische Hochtöner mit spielerischer Leichtigkeit präsentiert. Das Anblasgeräusch einer Querflöte, das Anreißen von Gitarrensaiten, gezupfter und gestrichener Kontrabass, der zarte Strich eines Besens auf dem Trommelfell, alles das offeriert Capella 208 mit feiner Auflösung und begeisternder Präzision. Unter allen regiert ein bemerkenswert tiefer, wohlkontrollierter Bass. Renaud Garcia-Fons (Oriental Bass) spielt seinen fünfsaitigen Kontrabass mit realem, glaubwürdigen Volumen, extremer Schwärze und auch hier wieder dieser wunderbaren Klarheit. Das darf man sich auch ruhig in Originallautstärke genehmigen, die hierfür nötigen Dynamikreserven liefert der Mivoc Bass souverän. Yello ließen wir mit „Oh Yeah“ den Härtetest zelebrieren. Was dieses Dynamik und Tiefbassattacken gespickte Stück der Capella 208 abverlangt, ist beileibe nicht ohne. Und Capella meisterte auch diese Aufgabe souverän – bis hin zu unvernünftiger Lautstärke. Mit diesen Boxen kann man durchaus auch eine Party beschallen. "

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