CT 262

· CT 262, Standlautsprecher in K+T 5/2012

Der Cheap Trick CT 262 ist ein nach hinten offener Dipol mit Visaton-Breitbändern, von denen 8 Stück als Array angeordnet sind. Holger Barske und Thomas Schmidt wählten dazu den Visaton R10 SC Spezial 8, der klangtechnisch dem R10 SC8 entspricht. Die Type "Spezial" ist für einen anderen Einbau gedacht (Dichtringe und Anschlussfahnen sind unterschiedlich) was bei unserem Bausatz nicht von Bedeutung ist. Die 150 cm hohe Standbox zeigt einen hohen Kennschalldruck von 95 dB (2,83V, 1m) und überträgt von ca. 140 bis 13 000 Hz (-8 dB). Die Kombination mit einem Subwoofer macht das Klangbild vollständiger und ist zu empfehlen. Die Frequenzweiche enthält in der Leitung zu den Breitbändern einen Sperrkreis und parallel zu den Lautsprechern einen Saugkreis um den Frequenzgang zu linearisieren. Ein Ausschnitt aus dem Klang+Ton Hörtest ... "Klar haben wir's versucht. Nämlich, diesen Lautsprecher ohne jegliche Korrekturen zu betreiben. Hartgesottene dürfen das tun, für etwas zarter besaitete Ohren allerdings empfiehlt sich das nicht. Es quäkt schon merklich, die so vorhandene Grundtonüberhöhung ist auch nicht unbedingt das, was man gemeinhin unter Wohlklang versteht. Mit dem Korrekturnetzwerk sieht die Sache schon erheblich besser aus und offenbart trotz eingebauter Bremsen immer noch, dass wir es hier mit einem ernsthaft wirkungsgradstarken Lautsprecher zu tun haben: Was dieser Cheap Trick alles an erwünschten und unerwünschten Details zu Gehör bringt, ist absolut erstaunlich. Schalt-Artfakte von elektronischen Lautstärkestellern? Hört man sofort. Irgendwelche übers Stromnetz eingekoppelten Störungen? Jawohl, gibt's. Im Gegenzug allerdings gibt's ein erstaunliches Maß an Antrittsschnelligkeit, die kleinen Treiber folgen dem Musiksignal extrem mühelos. Sieht man einmal von dem zweifellos sparsamen Bassbereich ab, verblüfft CT262 mit seiner Fähigkeit, auch gemeine Pegelsprünge verzögerungsfrei in Schall umzusetzen. Man hat sich in dieses Klangbild nach wenigen Minuten hineingehört, und das fehlende Fundament stört dann gar nicht mehr so sehr. Natürlich wollten wir's trotzdem wissen und stellten dem Lautsprecher spaßeshalber einen Subwoofer zur Seite. Und obwohl's nur der Rasa aus KLANG+TON 5/2011 war (günstiger Visaton-Achtzöller in kompakter Downfire-Bauweise), wirkte das Geschehen merklich kompletter. Tatsächlich ändert sich die gesamte Klangästhetik merklich, mit Sub tönt's sehr fein, angenehm und ausgewogen. An der Schraube kann man noch weiter drehen, nämlich durch die Wahl des Verstärkers für den Cheap Trick: Mit einer kleinen, aber feinen Röhre agiert er noch präziser, feiner auflösend und fühlt sich merklich wohler als mit einem Transistorboliden. Die Performance beeindruckt in dieser Kombination außerordentlich und ganz bestimmt ist da noch Luft nach oben. So könnte man zum Beispiel darüber nachdenken CT 262 mit dem 18 Zoll-Leichtgewicht-Subwoofer aus diesem Heft zu kombinieren" ...

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