· CT 272 Standlautsprecher aus Zeitschrift K+T 3/2014
Alexander Gressler lieferte an Zeitschrift Klang+Ton einen Bauvorschlag dessen Chassis (Dynavox Tieftöner und Westra Breitbänder) äußerst preiswert sind. Damit lässt sich zu sehr günstigem Preis eine Standbox bauen. Als Frequenzweiche kommt eine 2-Wege-Weiche zum Einsatz. Aufgrund zweier in Reihe geschalteter Kondesatoren (C1 und C2), die jedoch parallel zum Verstärkerausgang liegen und für höherfrequente Signale einen Kurzschluss darstellen, ist diese Lautsprecherbox nur mit langem Lautsprecherkabel an nicht zu breitbandige Verstärker anzuschließen. Der Frequenzgang ist im unteren Bereich eben, jedoch im oberen Frequenzbereich (wie für Breitbänder üblich) recht wellig. Die nichtlinearen Verzerrungen erreichen bereits bei 85 dB (1m) frequenzabhängig Werte über 0,5%. Bei 95 dB werden frequenzabhängig über 2% erreicht. Ein Ausschnitt aus der Klang+Ton Klangbeschreibung ... "Wir legen mal was "Artgerechtes" auf: Daft Punks "Give Life Back to Music". Der Titel ist so clever produziert, damit der schlecht klingt, muss man schon echt übles Equipment bemühen. Mit der Tricky (dieser Bausatz) kann da nichts passieren; die pumpt die französischen Elektrokünstler absolut überzeugend in den Raum. Und offenbart ungeniert, wes Geistes Kind sie im Bass ist: Es gibt nämlich reichlich, und das sogar unterhalb des Grundtonbereichs. Gewiss, das geht auch mit noch mehr Kontur. Aber es rollt schön voluminös und liefert ein durchaus brauchbares Maß an Definition. Die schwedischen Heavy-Blueser von Graveyard fühlen sich bei diesem Sound ebenfalls ziemlich wohl, "An Industry of Murder" bollert gepflegt. Im Stimmbereich tendiert die Tricky zu etwas Zurückhaltung - das ist okay, dafür nervt's auch nicht. Hochton bis in den Ultraschallbereich gibt's auch nur bedingt - geschenkt. Das Gute in Sachen Raumabbildung lautet: Es gibt eine. Eher in der Breite als in der Tiefe. Das Geschehen spielt weiter vorne als gewohnt, aber das ist in Grenzen über das Anwinkeln der Lautsprecher und Vertauschen der Boxen (Hochtöner nach außen) zu korrigieren. Nein, das ist nicht die beste Box der Welt. Aber eine mit einem Klangbild, in das man sehr schnell hereinfindet, die ordentlich Saft hat und nichts Störendes an sich hat. In Anbetracht des eingesetzten Materials ist das genau das, was Sie demnächst für Freunde, Nachbarn, Kinder und jeden, der nicht schnell genug auf den Baum kommt, bauen müssen. "