CT 288

· CT 288 Kompaktlautsprecher aus Zeitschrift K+T 6/2016

Die CT 288 ist ein 2-Wege Kompaktlautsprecher mit Chassis von Fountek, Seas und Mission. In CT 288 kommt ein Fountek FW 146 als Tieftöner, ein Seas 22 TAF/G als Hochtöner und ein Mission CP 168 als Passivmembran zum Einsatz. Der Mission CP 168 muss für die Funktion als Passivmembran umgebaut werden. Mit dem Winkelschleifer trennt man den Magneten vom Korb. In den Schwingspulenträger wird eine Holz Rundstab eingeklebt, der als Befestigung der Zusatzgewichte in Form von Schrauben und Muttern dient. außerdem muss ein Teil der Zentrierspinne entfernt werden, um die Resonanzfrequenz zu senken. Der Lautsprecher wurde von Oliver Martin und Frank Zeppelin entwickelt. Die Frequenzweiche besteht aus einem Hochpass 2. Ordnung (12 dB / Oktave) für den Hochtöner. Der Tieftöner ist mit einem Tiefpass 3. Ordnung (18 dB / Oktave) beschaltet, ein zusätzlicher Saugkreis glättet den Frequenzgang. Der Frequenzgang des Lautsprechers ist linear. Das Abklingspektrum ist nahezu fehlerfrei. Die nichtlinearen Verzerrungen bei geringen Lautstärken (85 dB, 1 m) liegen oberhalb von 200 Hz unter 0,5 % und übersteigen auch bei höheren Pegeln (95 dB, 1 m) nicht 1 %. Ein Ausschnitt aus dem Klang+Ton Hörtest "Ja, ich weiß. CT288 ist als Schreibtischbeschallung konzipiert und kann von daher gar kein überzeugendes Fundament im Raum liefern. Sagen die Konstrukteure. Ich widerspreche. Klar, das reißt im Hörraum keine Bäume aus, klingt aber überhaupt nicht dünn. Die Kunst bei solchen Lautsprechern besteht halt darin, den nicht vorhandenen Bass geschickt zu kaschieren, und das haben die beiden zweifellos gut hinbekommen. Zu Beginn von Mark Knopflers "Lightshow of Taormina" schiebt's gar erstaunlich überzeugend, das hätte gerne auch von einer Acht-Zoll-Membran stammen können. Über alles betrachtet, zeigt die Box ein gewisses Maß an klanglicher "Frische". Will sagen: Sie macht keinen Hehl daraus, dass hier Metallmembranen am Werk sind. Das nervt keinesfalls, gibt aber einen Schuss extra in den oberen Mitten und den Höhen. Auch hier gilt wieder: Man gewöhnt sich ganz schnell daran und möchte das nicht mehr missen. Im Raum funktioniert die Kleine ausgezeichnet und kann akustisch komplett verschwinden. Die Bassabstimmung ist unspektakulär und klingt in keiner Situation nach einem Resonator, ich hätte eher auf eine geschlossene Box getippt. Das mit dem zweckentfremdeten Mission-Bass geht also klanglich hervorragend."

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