· DD Standlautsprecher aus Zeitschrift K+T 6/2015
DD ist ein 3-Wege Standlautsprecher, der aus einem Bassgehäuse und einem Mittelhochtongehäuse besteht. Dabei steht DD für dynamisches Duo. Die Bassabteilung ist ein geschlossenes Tieftonsystem mit je zwei Tieftönern Visaton W 250 S, 8 Ohm. Als Hochtöner wird der Visaton G 25 FFL verwendet. Als Mitteltöner kommt Visaton W170 S, 8 Ohm zum Einsatz. Der Lautsprecher wurde von Holger Barske und Thomas Schmidt entwickelt. Die Frequenzweiche besteht aus einem Hochpass 3. Ordnung (18 dB/Oktave) für den Hochtöner, einem Bandpass (Hochpass 2. Ordnung und Tiefpass 2. Ordnung) für den Mitteltöner und einem Tiefpass zweiter Ordnung (12 dB/Oktave) für die beiden Tieftonlautsprecher. Hoch- und Mitteltöner erhielten zusätzliche Bauteile zur Frequenzgangkorrektur. Der Frequenzgang der Lautsprecherbox ist zwischen 80 Hz und 20000 Hz recht eben mit einer Senke im Mitteltonbereich. Das Abklingspektrum ist bis auf eine deutliche Resonanz bei 1,2 kHz nahezu fehlerfrei. Die nichtlinearen Verzerrungen bei geringen Lautstärken (85 dB, 1m) liegen oberhalb von 200 Hz unter 1% und steigen auch bei (95 dB, 1m) nicht über 1,5%. Ein Ausschnitt aus der Klang+Ton Klangbeschreibung ... "die Manger-CD " .. "Die DD ist genau das, was wir konstruktiv vorhatten - sie ist nämlich dynamisch wie der Teufel. Gerade die beiden Zehnzöller im geschlossenen Gehäuse - das geht unfassbar zur Sache. Es spielt ungemein agil, knackig und geradezu erschreckend variabel im Bass. Das Schöne ist: Der Anschluss an den Mittelhochtonteil gelingt absolut spielerisch. Kein dynamischer Bruch ist auszumachen. Also alles rekordverdächtig super? Fast. Die untere Grenzfrequenz ist durchaus vorhanden. Und weil wir gerade auf der Manger-CD sind: Da war das mit dem Podest, auf dem Livingston Taylor spielt. Ernsthaft tieftontaugliche Lautsprecher reproduzieren das Schwingen des Unterbaus deutlich hörbar, dieser eher nicht. 60 Liter bei so viel Membranfläche haben halt auch ihre Grenzen. Einschränkung Nummer zwei: Das Bassabteil ist ganz eindeutig nicht zu leise. Wenn Ihre raumakustischen Gegebenheiten ohnehin zu einer gewissen Oberbassbetonung neigen, dann sollten Sie sich das mit dem Nachbau der DD noch mal überlegen - das wird des Guten zu viel. Alles, was die Box in erster Linie dynamisch fordert, klingt absolut fantastisch, wie zum Beispiel die Winter-Passage aus den Vier Jahreszeiten auf besagter CD. Der Lautsprecher fächert wunderbar weit auf, lässt sich auch von gemeinen Pegeln nicht im Mindesten aus der Ruhe bringen und sagt jederzeit: Da geht noch was. Der komplett ungebremst laufende Hochtöner bildet das Tüpfelchen auf dem "i", die sonst gerne mal etwas zahme Ferrofluid-Kalotte liefert hier genau das Maß an Zuviel, das ihren Sound spannend macht. Der Mittenbereich ist tatsächlich der am wenigsten spektakuläre Bereich der DD. Genauso auf Zack wie seine Mitspieler, tonal unauffällig - so wollten wir das. Ein letztgültiges Urteil über diesen Lautsprecher zu fällen, ist nicht leicht - er ist durchaus speziell und wird polarisieren. Wenn Sie die Möglichkeit zu einer Begegnung haben, würde ich die unbedingt wahrnehmen - vielleicht ist das der Beginn einer wunderbaren Freundschaft. Und wer danach angesichts der Typenbezeichnung andere Assoziationen im Kopf hat - wir können nichts dafür, ehrlich."