Heartcore AMT

· Heartcore AMT, Standlautsprecher in Hobby Hifi 3/2014

Heartcore ist eine Konstruktion von Bernd Timmermanns, die vieles bietet: hohe tonale Ausgeglichenheit und extrem tiefen Bass ab 23 Hz; mit Zusatzmassen an der Passivmembran auch tiefere Frequenzen. Und es gibt ihn wahlweise mit einem Spitzenhochtöner TW030WA10 von Wavecor , der mit einer Membran von Dr. Kurt Müller aus Krefeld ausgestattet ist oder mit einem Air Motion Transformer (AMT) von Audaphon . Als Mitteltöner kommt Wavecor WF182BD04 zum Einsatz. Den Bass beflügelt ein 26 cm Wavecor Tieftöner, der von einer genauso großen Passivmembran begleitet wird. Ein Bassreflexrohr mit einer passenden Resonanzfrequenz wäre sehr lang; somit wurde stattdessen eine Passivmembran gewählt. Ob Sie mehr Wert auf Tiefen oder auf einen schnellen, straffen Bass legen - Sie haben die Einstellung in der Hand: Mehr Gewicht an die Passivmembran bedeutet straffen Bass - weniger oder kein Gewicht (Lieferzustand) bedeutet mächtiger Tiefbass. Der Bausatz kann mit exotischem Gehäuse, das Firma PEAK LSV liefert oder mit einem einfachen, rechtwinklig aufgebauten Gehäuse erstellt werden. Zu letzterem liefern wir auch den Bauplan. Die Frequenzweiche ist eine Weiche 2. Ordnung (12 dB/Oktave Steilheit). Der Frequenzgang der Lautsprecherbox ist zwischen 24 Hz und weit über 20 000 Hz sehr eben. Die nichtlinearen Verzerrungen sind sehr gering (Sie überschreiten bei 100 Hz praktisch durchweg nicht 0,3% bei 90 dB Schalldruck). Das Abklingspektrum ist absolut vorbildlich und dies sowohl für die Kalotten, als auch für die AMT-Version. Das wären für eine Lautsprecherbox der obersten Preisklasse ganz hervorragende Eigenschaften; umso mehr sind sie dies für diesen Bausatz. Ein Ausschnitt aus dem Hobby HiFi Hörtest ... "Dank des vortrefflichen Abstrahlverhaltens und der axial optimalen Frequenzganglinearität richteten wir die Lautsprecher genau auf die Hörposition aus. Die Hördistanz betrug 2,5 Meter. Unter zwei Meter sollte man nicht gehen, damit die Schallquellen optimal verschmelzen. Heartcore bietet grandiose Dynamik und behält in jeder Situation die Kontrolle. Das Klangbild ist von den tiefsten Bässen bis in brilliante Hochtongefilde straff und klar gezeichnet. Selbst feinste Details erschließen sich ohne jede Anstrengung. Der Hochtonbereich fasziniert mit einer Unaufgeregtheit, die ohne jede Überzeichnung auskommt. Das gilt sowohl für den Air-Motion-Hochtöner als auch für die Kalottenversion. Der Folienwandler löst feinste Strukturen aber noch besser auf und bleibt bei massivem Dynamikeinsatz absolut gelassen. "Fels in der Brandung" ist dafür der richtige Ausdruck. Dynamikeruptionen stellen die Lautsprecher so lebhaft dar, wie man es sich nur wünschen kann. Ein vorzügliches Beispiel bietet die O-Zone Percussion Group (Manger Hörtest-CD): Das umfangreiche Schlagwerk-Arsenal erzeugt eine Explosion nach der anderen, und dazwischen sind feinste Strukturen gesponnen. Beides gibt Heartcore mit begeisternder Akribie zum Besten. An Pegelfestigkeit besteht keinerlei Mangel, auch massive Dynamikanforderungen stemmen die Boxen mit beeindruckender Leichtigkeit. Originallautstärke stellt für Heartcore keine ernsthafte Hürde dar. Selbst die japanischen Kodo-Riesentrommeln in unvernünftiger Lautstärke begeistern mit ihrem grandiosen Tiefbass-Gewitter, das von pianissimo bis fortissimo zu differenzieren weiß, ohne dass die Lautsprecher an ihre Grenzen stoßen. Das passiert eher den Endstufen: Unser Vollverstärker von Electrocompaniet blieb chancenlos, und selbst unsere 250 Watt pro Kana

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