HiFi-PA 15/3

· HiFi-PA 15/3 Standlautsprecher aus Hobby Hifi 2-3/2025

RetroHiFi-PA 15/3 ist ein drei-Wege Standlautsprecher. RetroHiFi-PA 15/3 ist ein Bassreflex-Lautsprecher mit Chassis von Celestion und von Visaton. Der Lautsprecher enthält folgende Chassis: - ein Hochtonhorn mit Antrieb Celestion CDX1-1747 + Celestion H1-7050 - einen Mitteltöner Visaton PAW 25 - einen Tieftöner Visaton PAW 38 Der Lautsprecher wurde von Bernd Timmermanns entwickelt. - einem Hochpass 3. Ordnung (18 dB / Oktave) für den Hochtöner. - einem Bandpass aus Hochpass 2. Ordnung (12 dB / Oktave) und Tiefpass 3. Ordnung (18 dB / Oktave) für den Mitteltieftonlautsprecher. - einem Tiefpass 2. Ordnung (12 dB / Oktave) für den Tieftonlautsprecher. Der Frequenzgang des Lautsprechers ist perfekt linear. Das Abklingspektrum ist nahezu fehlerfrei. Die nichtlinearen Verzerrungen bei mittleren Lautstärken (90 dB, 1m) liegen oberhalb von 100 Hz unter 1%. Ein Ausschnitt aus dem Hobby HiFi Hörtest Wegen der axial optimalen Frequenzganglinearität und dem im 30-Grad-Winkel bereits deutlich gedämpften Hochtonbereich richteten wir die Lautsprecher genau auf die Hörposition aus. Die Hördistanz betrug 2,5 Meter. Viel weniger sollte es nicht sein, damit die Schallquellen optimal verschmelzen. Dann erlebten wir grandiose Dynamik mit aberwitzigen Spitzenpegeln. In jeder Situation behielten die Lautsprecher die Kontrolle über das Geschehen. Das Klangbild erwies sich als von den tiefsten Bässen bis in brillante Hochtongefilde straff und klar gezeichnet. Selbst feinste Details erschlossen sich ohne jede Anstrengung. Der Hochtonbereich überzeugte mit seiner feinen, klaren und impulstreuen Zeichnung, die sich nicht scheute, auch mal aggressiv rüberzukommen. Wohlgemerkt, wir sprechen hier nicht von Übertreibung, sondern von artgerechter Reproduktion. Hier zeigt sich der Unterschied zur Version mit Air-Motion-Transformer: Der Horn-Hochtöner klingt ein weniger offensiver und ungestümer. Letztendlich ist die Entscheidung für die eine oder die andere Hochtonlösung eine Frage des persönlichen Geschmacks. Beides können wir rückhaltlos empfehlen. Dynamikeruptionen stellten die Lautsprecher so lebhaft dar, wie man es sich nur wünschen kann. Ein vorzügliches Beispiel bot die O-Zone Percussion Group (Manger Hörtest-CD): Das umfangreiche Schlagwerk-Arsenal erzeugte eine Detonation nach der anderen, und dazwischen webten die Lautsprecher filigrane Strukturen mit schier überbordendem Detailreichtum. An Pegelfestigkeit bestand niemals Mangel, auch massive Dynamikanforderungen stemmten die Boxen mit beeindruckender Leichtigkeit. Die japanischen Kodo-Riesentrommeln begeisterten in unvernünftiger Lautstärke mit ihrem grandiosen Tiefbass-Gewitter. Wohlbekannte Stimmen ermöglichten die Beurteilung der Tonalität. Die glockenhelle Stimme von Eva Cassidy (Best Audiophile Voices) klang mustergültig natürlich und ebenso real wie der erdige Bassbariton von Hans Theessink (Call Me). Anblasgeräusche, Ausschwingvorgänge, Nebensächlichkeiten wie das Stühlerücken im Orchester oder das Gläserklirren der legendären ,,Jazz at the Pawnshop"-Liveaufnahme wurden zum Erlebnis. Diese atmosphärischen Momente ermöglichten die Wahrnehmung eines großen und weiten Raums mit authentischem Nahbereich, nachvollziehbar platzierten Klangquellen und beeindruckender räumlicher Tiefe. Auch mit weit zurückgenommener Lautstärke büßten die Boxenriesen nichts von ihrem Charme ein: Man kann sie hemmungslos ausfahren, muss es aber nicht, denn die akribische Feinzeichnung bleibt auch bei dezentem Signalpegel umfang

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