· Illuminata 15 Kompaktlautsprecher aus Hobby HiFi 2/2013
Illuminata 15 von Bernd Timmermanns ist ein Monitor für hervorragend verzerrungsfreie Wiedergabe. Er enthält einen Scan Speak Illuminator-Tieftöner 15WU/8741T00, der über einen Kondensator angesteuert wird. Er sitzt in einem geschlossenen Gehäuse ( Prinzip: geschlossen mit Hochpass ). Dieser wird im Hochtonbereich wahlweise durch einen von 3 Hochtönern begleitet: Scan Speak Ringstrahler R2604/832000 oder Gewebekalotte D3004/662000 oder Illuminator D3004/664000 mit Beryllium-Membran. Die Frequenzweiche ist eine Weiche 3. Ordnung, der noch Saugkreise hinzugefügt wurden. Vor dem Tieftöner kommt noch ein Kondensator in Reihe zum Einsatz (daher der Name geschlossen mit Hochpass). Der Frequenzgang der Box ist weitgehend linear, das Ausschwingverhalten ist mit Beryllium-Membran hervorragend schnell; die nichtlinearen Verzerrungen sind (außer in der Variante mit dem Ringradiator) sehr gering. Ein Ausschnitt aus dem Hobby HiFi Hörtest "Mit dem Discovery-Ringstrahler klingt unsere Illuminata 15 vorbildlich ausgewogen und vollkommen unverfärbt. Stimmen wirken perfekt natürlich, Instrumente authentisch. Der Hochtonbereich gibt sich wunderbar fein ziseliert, entspannt und klar. Beispielhaft entschlackt klingt der Mitten- und Grundtonbereich. Stimmen haben blitzblanke Konturen, und das gilt auch für einen Bassbariton: Der erdige Blues von Hans Theessink (Call Me) wirkt wunderbar authentisch. Die räumliche Abbildung gelingt vergleichsweise kompakt, dabei in der Breite und Tiefe bestens aufgefächert. Die Positionen der Klangquellen sind einwandfrei nachvollziehbar, auch wenn der dargestellte Raum nicht sehr weitläufig wirkt. Mit einer Wand im Rücken und Hochpasskondensator vor dem Tiefmitteltöner zeigt sich ein erstaunlich tiefer Bass von beeindruckend klarer Durchzeichnung. Einen so zierlichen Lautsprecher, der - zumal ohne Bassreflexunterstützung - zu solch einer Tiefbassleistung fähig ist, haben wir zuvor nicht erlebt - alleine schon damit ist der Illuminator-Tiefmitteltöner sein Geld wert. Frei stehend verzichteten wir gerne auf den teuren Kondensator im Signalweg zum Tiefmitteltöner: Hochpassgefiltert wirkte das Klangbild zu asketisch - der Wunsch nach einem Subwoofer wurde geäußert. Dann lieber weniger Tiefbass und dafür ein satteres Klangvolumen. Ganz klar: Frei stehend sind im Bass Abstriche zu machen. Dann ergänzt ein Bassmodul wie der zu diesem Zweck hinzugezogene Gemini-Sub (Bauvorschlag in HOBBY HiFi 3/2009), der dank impulskompensierter Bauweise einen grandios klaren und trockenen Tiefstbass ergänzt die Illuminata 15 perfekt. Dass der Discovery-Hochtöner bei aller Souveränität und sauberen Darstellung doch ein wenig zu brav auftritt, macht die Illuminator-Gewebekalotte klar: Die holt deutlich mehr Detailinformationen aus der Musik heraus. Das vielfältige Schlaginstrumentarium der O-Zone Percussion Group, zu finden auf der kongenialen Manger'schen Hörtest-CD, wirkt eine gute Portion lebhafter "oben herum" ist viel mehr los. Sowohl in punkto Grobdynamik hat die Gewebekalotte mehr zu bieten als der Ringstrahler. Die räumliche Abbildung wirkt ein gutes Stück großräumiger. Dass das letztlich aber schon ein Tick zu viel des Guten ist, macht der grandiose Beryllium-Hochtöner mit entwaffnender Ehrlichkeit klar. Die feinen Details stellt auch er wunderbar nachvollziehbar dar, aber ohne sie zu forcieren: Die Gewebekalotte wirkt in diesem Vergleich schon etwas aufgesetzt. Räumlich bietet die Berylliumkalotte vor allem in der Tiefe noch einmal mehr. D