Mikro-Horn 2011

· Mikro-Horn 2011, Kompaktbox in Hobby HiFi 6/2010

Am Beispiel Mikro-Horn 2011 zeigt Bernd Timmermanns, wie klein ein Horn aufgebaut werden kann. Dazu wählte er als Breitbänder den Fostex FE 103 En. Die Mittenübertreibung des Fostex-Breitbänders wird durch einen Sperrkreis korrigiert. Weitere Korrekturen - wie Impedanzlinearisierung - ergeben sich durch Bauteile parallel zum Breitbänder. Ein Ausschnitt aus dem Hobby HiFi Hörtest "Für den Hörtest platzierten wir die Mikro-Hörner wandnah auf 60 Zentimeter hohen Füßen. Die Zimmerwand im Rücken half, den Tieftonbereich noch etwas zu kräftigen. Dann legten wir "Scream Machine" von James Morrison ein und ließen den Dingen ihren Lauf. Funkige Bläsersätze, dazu ein pluckernder Bass - das können die Mikro-Hörner richtig gut. Die zierlichen Schallwandler wuchsen über ihre geringe körperliche Größe hinaus. Die Musik kam da an, wohin sie adressiert war: im Bauch. Dabei wussten die Lautsprecher durchaus differenziert vorzugehen. Sie fächerten die Bläsersektion sauber auf, stellten den Bass in die Mitte und vermieden sorgsam, das alles durcheinander zu bringen. Solchermaßen ermutigt, folgte "Havana Cafe" von Paquito D'Rivera. Hier geht es nicht ganz so offensiv zu, dafür ist die instrumentale Vielfalt größer. Auch hier spielten die Mikro-Hörner souverän, vermieden es sorgsam, Einheitsbrei zu produzieren, und waren - selbst bei gar nicht einmal so geringer Lautstärke - jederzeit Herr des Geschehens. Ganz klar: Die Mikro-Hörner haben musikalisches Talent. Instrumentalmusik reproduzieren sie mit viel Elan, einer überzeugenden Feindynamik und - im Rahmen ihrer Möglichkeiten - auch einer erbaulichen Pegelfestigkeit. Dabei differenzieren sie zwischen den Instrumenten fein säuberlich und stellen sie an problemlos nachvollziehbare Positionen im Raum. "

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