· Mikro Desktop Kompaktlautsprecher aus Hobby Hifi 3/2016
Mikro Desktop ist ein winziger Kompaktlautsprecher. In ihm kommt ein Wavecor Breitbandlautsprecher FR070WA04 zum Einsatz. Der Lautsprecher wurde von Bernd Timmermanns entwickelt. Der Lautsprecher ist mit geschlossenem Gehäuse konstruiert. Er sollte ab ca. 160 Hz durch einen Subwoofer im Bass unterstützt werden. Die Frequenzweiche besteht aus einem Kondensator und einem Sperrkreis, die beide in Reihe zum Breitbandlautsprecher geschaltet sind. Parallel zum Breitbandlautsprecher wirkt noch ein RL-Glied. Der Frequenzgang des Lautsprechers ist mit passendem Subwoofer zwischen 50 Hz und 17000 Hz sehr ausgewogen, auf Achse zeigt er darüber eine leichte Übertreibung. Das Abklingspektrum ist unter 17 kHz praktisch fehlerfrei. Die nichtlinearen Verzerrungen bei geringen Lautstärken (80 dB, 1m) überschreiten oberhalb von 600 Hz 0,1% nicht; bei mittleren Lautstärken (90 dB, 1m) bleiben sie unter 0,3%. Die Messwerte sind für einen Lautsprecher dieser Größe Spitzenklasse: Das gilt sowohl für den Klirr (nichtlineare Verzerrungen) als auch für das Abklingspektrum und den ebenen Frequenzgang. Breitbänder zeigen normalerweise einen rauen Frequenzgang mit vielen Resonanzen im Abklingspektrum - der Wavecor ist ein Ausnahmebreitbänder, der tonal ausgewogen wie ein Mehrwegelautsprecher ist und parallel dazu die Eigenschaften eines Breitbänders (ideale Punktschallquelle) mitbringt. Ein großes Lob! Mikro Desktop sollte mit einem Subwoofer kombiniert werden, wozu dem Bausatz ein Kondensator beiliegt, der unterhalb von 160 Hz abtrennt. Im Heft Hobby HiFi 3/2016 wurden übrigens C1 und C2 vertauscht. C1 sollte 150 uF haben; er wird nicht benötigt, falls kein Subwoofer zur Anwendung kommt. Ein Ausschnitt aus dem Hobby HiFi Hörtest "Das passiv entzerrte Lautsprechersystem bietet Klangqualität auf beeindruckend hohem Niveau. Vorbildlich natürliche Stimmen mit realistischen Klangfarben begeistern jeden Zuhörer vom Stand weg. Der Hochtonbereich löst filigrane Strukturen wunderbar klar auf, verkneift sich jegliche Übertreibung und verschweigt dennoch kein einziges Detail. Bass und Grundton wirken klar und straff, Subwoofer und Satelliten verschmelzen zu einer Einheit. Der tiefe und druckvolle Bass verblüfft, Kontrabass wirkt glaubhaft, das Volumen des Instruments wird authentisch abgebildet. Die DSP-Version gibt sich tonal identisch. Die räumliche Abbildungsqualität legt aber einen ordentlichen Zahn zu: Die musikalische Bühne reicht weiter in die Tiefe und seitlich klar über die Lautsprecherpositionen hinaus. Stimmen wie Instrumente werden besonders plastisch, geradezu anschaulich modelliert. Hinzu gesellt sich ein noch etwas tieferer und auch strafferer Bass. In allen Kriterien übertrifft das digitale Lautsprechersystem die analoge Alternative knapp, aber unzweifelhaft. Eine gar nicht mal knappe Pegelfestigkeit gehört vor allem in der DSP-Version zu den erstaunlichen Qualitäten dieses Lautsprechersystems. Wer es nicht direkt krachen lassen möchte, kann durchaus auch den Einsatz im Wohnzimmer erwägen. Nicht zuletzt reizen die Winzlinge zum Surround-Einsatz: Wer sieben, neun oder noch mehr Lautsprecher rund um sein Sofa herum verteilen möchte, wird die geringe Größe dieser Schallwandler zu schätzen wissen. " Fazit aus Hobby HiFi "Mikro Desktop ist nur körperlich ein winziger Lautsprecher, klanglich aber eine ganz große Nummer. Dank des Subwoofers mit höchstmöglicher Trennfrequenz von 180 Hertz (analog) bzw. 160 Hertz (DSP-gestützt) spielt dieses Lautsprechersystem nicht