· Mini-Monitor Basic Mk2 Kompaktlautsprecher aus Hobby Hifi 1/2014
Mini-Monitor Basic Mk2 ist eine Entwicklung von Bernd Timmermanns, die den nicht mehr lieferbaren Mini-Monitor ersetzt. Dieser beherbergte einen Visaton W130 SC, der nicht mehr lieferbar ist. Der neue Mini-Monitor erhielt den ungeschirmten Visaton W130S, der wie im vorangehenden Mini-Monitor mit einer günstigen Hochtonkalotte SC10N kombiniert wurde. Die Frequenzweiche besteht aus einem Tiefpass und einem Hochpass 2. Ordnung (12 dB Steilheit pro Oktave), der zur Pegelanpassung des Hochtöners diesen über einen Widerstandsteiler ansteuert. Einfacher geht eine Frequenzweiche kaum aufzubauen. Kompliment an Firma Visaton, deren Lautsprecherchassis dies ermöglichen. Der Frequenzgang von Mini-Monitor ist recht eben; das Wasserfallspektrum ist gutmütig; die nichtlinearen Verzerrungen sind sehr gering. Ein Ausschnitt aus dem Hobby HiFi Hörtest ... "Das Tieftonfundament ist stark und fest. Selbst Kontrabass hat seine realistische Größe und das ihm zustehende Volumen. Er wirkt daher absolut authentisch. Zur Klarheit des Basses trägt auch der angemessen zurückhaltende Grundtonbereich bei. Wenn der Frequenzgang in diesem Bereich zwischen 150 und 300 Hertz zur Übertreibung neigt, verschwimmen die Tieftonkonturen. Der Mini-Monitor Basic Mk2 verhält sich hier wie im gesamten Frequenzbereich absolut mustergültig. Von der perfekt ausgewogenen Bass- und Grundtondarstellung profitiert die Stimmenwiedergabe enorm. Die Acapella-Formation "Singer Pur" beansprucht mit ihrer recht speziellen Besetzung aus Sopran, drei Tenören, Bariton und Bass nicht nur ein großes Frequenzspektrum, sondern stellt speziell mit drei Stimmen in einer Tonlage das Auflösungsvermögen der Lautsprecher auf eine harte Probe. Diese Probe meistert der Mini-Monitor Basic Mk2 mit Bravour: Alle sechs Stimmen sind nicht nur klar und deutlich vernehmbar, sondern werden wunderbar plastisch abgebildet. Die Positionen der Sänger auf der Bühne lassen sich einwandfrei nachvollziehen. Wirklich spannend sind die Stine-lnterpretationen des Ensembles, zumal hier die hervorragenden, im Original reichlich vernuschelten Texte endlich einmal zu verstehen sind. Was natürlich zunächst einmal der hervorragenden Artikulation, aber auch der exzellenten Sprachverständlichkeit des Mini-Monitors zu verdanken ist. ln den Höhen klingen die Mini-Monitore nicht nur ausgesprochen klar, sondern richtig spritzig und impulsiv. Hiervon profitiert die O-Zone Percussion Group mit ihrem umfangreichen Schlagwerk, mit dem sie auf der Hörtest-CD der Firma Manger eine beeindruckende Kostprobe ihres Könnens abliefert. Dabei bleibt der Hochtöner dankenswerterweise unaufgeregt, vermeidet plumpe Übertreibung und glänzt lieber mit differenzierter Detailauflösung auf hohem Niveau. Die musikalische Darstellung erstreckt sich über einen ausnehmend breiten und tiefen Raumbereich. "Singer pur" profitieren von der souveränen Breitenstaffelung und der punktgenauen Platzierung ihrer Stimmen. Diese stehen in der Tiefe etwas hinter den Lautsprechern, was gerade in kleineren Räumen von Vorteil ist. Einer symmetrischen M-T-M Konstruktion mit ausgeprägter Nahwirkung, auch als D'Appolito-Konstruktion bekannt, ist diese Art der räumlichen Abbildung dann vorzuziehen. Die "O-Zone Percussion Group" reizt die Tiefenstaffelung aus und bescheinigt dem Mini-Monitor Basic Mk2 in dieser Disziplin sein Können."