M1

· M1, Standlautsprecher in Hobby Hifi 1/2014

M1 steht für Morel Lautsprecherbox Nr. 1. Bernd Timmermanns griff dabei zu hochwertigen Morel-Lautsprecherchassis: einem Morel Hochtöner ST 1048 mit 28 mm Kalotte und einem Morel Tieftöner TiCW634Nd, der als Spulenträger Titan nutzt. Titan leitet die Wärme gut, jedoch nicht den Strom, weswegen die Wirbelstromverluste durch die Bewegung im Magnetfeld geringer ausfallen als bei Tieftönern mit Aluminiumträger. Mit diesen Chassis wurde eine Lautsprecherbox entwickelt, die man auf 2 Arten aufbauen kann: - mit einem Designgehäuse von Michael Karwowski (Peak LSV in Solingen) oder - als rechteckiges Gehäuse zu dem wir den Bauplan liefern. Das Designergehäuse ist 475 mm tief, das rechteckige Gehäuse nur 260 mm. Denkbar und geeignet sind auch andere Gehäuse, deren Front vergleichbare Abmessungen haben und deren Volumen 24 Liter umfassen. Bernd Timmermanns entwarf für das rechteckige Gehäuse einen Helmholtzabsorber, der Übertreibungen aufgrund stehender Wellen eliminiert. Dieser interne Helmholtzresonator besteht aus zwei Brettchen, wovon eines eine Bohrung mit 50 mm Durchmesser hat. Der Frequenzgang der Lautsprecherbox ist sehr eben; das Abklingspektrum ist bis auf leichte Verzögerungen im Mittentonbereich einwandfrei. Ein Ausschnitt aus dem Hobby HiFi Hörtest ... "In der Praxis begeistert die M1 mit ihrem wunderbar differenzierten Klangbild, das vor feinen Details geradezu überbordet. Sowohl kleine Besetzungen als auch volles Rohr (Jazzkantine, Heiß und Fettig, Take Five) verblüffen ihre Zuhörer mit einer real wirkenden Darstellung der Extraklasse. M1 spielt spritzig und impulsiv auf und wird damit jeder Art von Musik gerecht. Jazz in kleiner Besetzung, großes Sinfonie-Orchester, kammermusikalische Popmusik oder Bombastrock - das alles macht sie richtig gut. Diese Quirligkeit ist nicht der übermäßigen Betonung irgendeines Frequenzbereichs zu verdanken - die Lautsprecher spielen vorbildlich natürlich und ausgewogen. Dabei wirkt der Klang angenehm satt und bietet ein grandioses Bassfundament, das geradezu beliebig tief reicht und dabei in jeder Situation wohlkontrolliert bleibt. Von geringer bis hin zu großer Lautstärke begeistert die exzellente Durchhörbarkeit mit beeindruckender Tiefenwirkung und vorbildlich klarer Breitenstaffelung. Schon bei geringster Lautstärke nicht weit oberhalb der Hörschwelle ist von realistischer räumlicher Illusion zu berichten. Auf der anderen Seite spielt M1 auch laut noch sehr souverän. Allenfalls große Besetzungen in Originallautstärke bringen sie in Bedrängnis - dafür reicht die Luftverdrängung der Tieftonmembran nun mal nicht aus. Aber bis knapp unterhalb ihrer Dynamikgrenze ist von Limitierung nichts zu spüren."

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