· Noun Kompaktlautsprecher aus Zeitschrift K+T 5/2016
Die Noun ist ein FAST (Fullrange and Subwoofer Technology) Lautsprecher im retro Style mit Chassis von Sica. In Noun wird der Sica 6 D 1,5 CS 8 als Breitbänder, und der Sica 12 S 2,5 CS 8 als Tieftöner verwendet. Noun wurde von Olaf Schauer und Wolfgang Vollstädt entwickelt. Die Frequenzweiche besteht aus einem Tiefpass 2. Ordnung (12 dB / Oktave) für den Tieftonlautsprecher. Der Breitbänder wird mit einem 12 dB Hochpass, sowie einem Sperrkreis und einem Spannungsteiler beschaltet. Der Frequenzgang des Lautsprechers ist auf Achse ausgewogen (für Breitbandlautsprecher typische Schwankungen treten auf) mit einer leichten Betonung des Bassbereichs um 80 Hz. Das Abklingspektrum zeigt keine gravierenden Resonanzen. Die nichtlinearen Verzerrungen bei geringen Lautstärken (85 dB, 1 m) liegen oberhalb von 100 Hz unter 1 % und bleiben auch bei (95 dB, 1 m) unter 1 %. Ein Ausschnitt aus dem Klang+Ton Hörtest "Nennen wir das Kind ruhig beim Namen: Das ist eine ziemlich dreckige Kiste. Sie unternimmt gar nicht erst den Versuch, besonders ausgewogen zu klingen und irgendwelche audiophilen Tugenden an den Tag zu legen. Das beginnt im Bassbereich: Ein potenter Zwölfer in einem relativ kompakten Gehäuse - jawohl, das schiebt. Und zwar mächtig. Der obere Bass- und untere Grundtonbereich tun eindeutig mehr, als in Sachen Linearität erforderlich wäre. Für Aufstellungen und Räume, die in diesem Bereich eher unterbelichtet sind, genau das Richtige. In unserem Hörraum eher nicht. Aber trotzdem kann man sich darüber freuen, wie lässig der Zwölfzöller alles Tieftonale nachdrücklich in den Raum schiebt; bei allem Übermut ist das immer noch schön konturiert und locker. Der Breitbänder tut das, was ein solcher Treiber mit relativ viel Membranfläche halt so tut: Er passt dynamisch ziemlich gut an den dicken Bass, ist tonal aber nicht das letzte Wort in Sachen Ausgewogenheit. Weibliche Gesangsstimmen gehen überzeugend kräftig, an der nötigen Luft oben heraus mangelt's aber ein wenig. Klassisch Wohlklingendes ist also nicht unbedingt die Domäne der Noun, wohl aber Situationen, in denen in erster Linie Druck gefragt ist. Gerade Rock- und Popproduktionen, die im Präsenzbereich mit reichlich Pfeffer gesegnet sind, kommen hier ausgezeichnet zurecht. Freunden der etwas heftigeren Gangart kann ich in diesem Zusammenhang das neue Album "Revival" der in Boston beheimateten Stoner-/Heavy-Kombo "Gozu" ans Herz legen: Das Ding geht gemein tief, atmosphärisch dicht und hat genau so viel Black Sabbath, dass es noch nicht nach schnöder Kopie klingt. Auf der Noun kann man mit Leichtigkeit das tun, was dieses Album braucht: Pegel fahren. So richtig. Und mit jedem Dezibel wird's besser. Ob ein Paar davon auch was für den Proberaum wäre? Aber mit Sicherheit."