Piggyback

· Piggyback, Standlautsprecher in K+T 5/2013

Schallführungen der Firma Visaton (wie Waveguide WG 148 R) animierten Holger Barske und Thomas Schmidt zu einer neuen Box. Der Waveguide WG 148 R als Vorsatz vor Visaton G25 FFL sorgt für einen nach unten erweiterten Frequenzbereich. Somit konnte die Trennfrequenz auf 1700 Hz gelegt werden, obwohl der Hochtöner eine Freiluft-Resonanz aufweist, die mit 1500 Hz kaum tiefer liegt. Die Box ist als Bassreflexbox aufgebaut. Ein Visaton W200 S8 übernimmt die Wiedergabe unter 1700 Hz. Die Frequenzweiche enthält für den Hochtöner einen Hochpass 2. Ordnung (12 dB/Okave). In Reihe zum Tieftöner liegt eine Spule, parallel zum Tieftöner arbeiten ein Impedanzkorrekturglied (Kondensator und Widerstand in Reihe) und ein Saugkreis. Der Frequenzgang der Piggyback ist noch als eben zu bezeichnen. Ein Ausschnitt aus dem Klang+Ton Hörtest ... "Bass. Und wie. Erstaunlich, was diese verhältnismäßig zierliche Box an tieftonaler Energie in den Raum zu pumpen in der Lage ist. Anders Trentemøllers Synthesizerorgien pumpen fett und überzeugend, auch Großorchestrales ist mit glaubhaftem Fundament hinterlegt. Ab dem Grundtonbereich aufwärts gibt sich die Box ausdrucksstark und leidenschaftlich, Gesangsstimmen tönen kraftvoll und intensiv, wie Rickie Lee Jones und Nick Cave eindrucksvoll beweisen. Der Übergang zwischen Bass und Hochtöner ist weitgehend unhörbar und passt dynamisch exzellent - genau das soll der Kunstgriff mit dem Waveguide auch bewirken. So dürfen wir nicht ohne Stolz vermelden, mit der Piggyback einen gelungenen Allrounder geschaffen zu haben, der sich keine nennenswerten Schwächen leistet - das ist einfach ein guter Lautsprecher "

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