Raquel+Marco

· Raquel+Marco Standlautsprecher aus Hobby Hifi 6/2014

Raquel und Marco ist ein Satelliten-Tiefton-System, das wahlweise als passiver Standlautsprecher , als Satellit oder als aktiver Subwoofer aufgebaut werden kann. Die Lautsprecher wurden von Daniel Gattig anlässlich einer Hochzeit entwickelt; Raquel und Marco besteht aus Unterteil und Topteil, die zusammen einen stattlichen Standlautsprecher bilden. Der Subwooferteil besteht aus jeweils zwei Tieftönern, die durch zwei zusätzliche Passivmembranen begleitet werden. Die Frequenzweiche enthält einen Tiefpass 2. Ordnung (12 dB/Oktave) für die beiden Tieftonlautsprecher, einen Bandpass 2. Ordnung (12 dB/Oktave) für die beiden Mitteltöner, der die Höhen und die Tiefen begrenzt und einen Hochpass 3. Ordnung für den Kalottenhochtöner. Zusätzlich kommen Impedanz-Linearisierungsglieder und ein Sperrkreis zur Linearisierung des Frequenzgangs zum Einsatz. Der Frequenzgang der Lautsprecherbox ist bis 20 000 Hz auf Achse sehr eben. Der Bass erhielt eine leichte Übertreibung. Das Abklingspektrum ist fehlerfrei. Die nichtlinearen Verzerrungen liegen bei 90 dB (1m) Schalldruck oberhalb von 150 Hz unter 0,4%. Ein Ausschnitt aus dem Hobby HiFi Hörtest (mit Subwoofer Marco) ... "Dank des vortrefflichen Abstrahlverhaltens und der axial optimalen Frequenzganglinearität standen die Lautsprecher eingewinkelt und auf die Hörposition ausgerichtet. Die Hördistanz betrug 2,5 Meter. Unter zwei Meter sollte man bei diesen Lautsprechern nicht gehen, um ein optimales akustisches Verschmelzen der Schallquellen zu gewährleisten. Als erstes fällt die überzeugende Breiten- und Tiefenstaffelung auf, die selbst bei symmetrischer Chassis-Anordnung nach D' Appolito nicht immer so klar und selbstverständlich erscheint wie hier. Stimmen und Instrumente nehmen geradezu greifbar klare Positionen ein. Die Abbildung reicht von deutlich vor den Lautsprechern bis weit in die Tiefe und seitlich noch bis über die Lautsprecherpositionen hinaus. Genau so wünschen wir uns räumliche Abbildung. Das Wavecor-Trio modelliert eine beeindruckend reale Musikbühne, auf der die Musiker zum Greifen realistisch agieren. Das Klangbild besitzt Weite und Tiefe, und die Akteure werden darin präzise platziert. "We Get Requests" des Oscar Peterson Trios, eine legendäre Aufnahme von 1964, präsentiert Ray Brown mit aberwitzigen Soli auf seinem Kontrabass. Sein voluminöses Instrument steht glaubhaft ziemlich weit rechts, ein Stück hinter der Grundlinie. Begeisterung löst der fulminante, geradezu beliebig tiefe und jederzeit klar strukturierte Tiefbass aus. Empfindliche Gemüter könnten hier bereits von "zu viel des Guten" sprechen, aber uns gefällt dieser offensive Tiefbass-Charakter. Der klare, tiefe Bass ist schon bei geringer Lautstärke mit großer Selbstverständlichkeit präsent. Aber es geht auch massiver. Bei fast jeder Art von Musik liegt Originallautstärke im Bereich des Möglichen. Dynamische Grenzen lassen Raquel und Marco allenfalls in Extremsituationen wie bei der Wiedergabe der riesigen Kodo-Trommeln in unvernünftiger Lautstärke erahnen. Nur ein ganz kleines bisschen Zurückhaltung mit dem Lautstärkeregler reicht, um wieder im grünen Bereich zu landen. Dann begeistern die japanischen Riesentrommeln mit ihrem grandiosen Tiefbass-Gewitter das von pianissimo bis fortissimo zu differenzieren weiß. Fazit in Hobby HiFi "Raquel und Marco bieten Musikwiedergabe, wie man sie sich wünscht, klar, fein gezeichnet, bei Bedarf aber auch massiv und vor allem mit geradezu aberwitzigem Tiefbass. Für diese Lautsprecher s

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