· Tristar, Standlautsprecher in K+T 3/2013
Tristar ist ein Standlautsprecher mit Lautsprecherchassis, die an die Wellenlänge des abzugebenden Tons angepasst sind. Das Problem bei aller Arten von Lautsprecherboxen ist folgendes: Je höher die abgestrahlte Frequenz ist, desto stärker bündelt der Lautsprecher bei seiner Abstrahlung. Wird die Lautsprecherbox so entwickelt, dass der Schalldruck auf Achse unabhängig vom Frequenzgang ist (ebener Frequenzgang) dann führt dies dazu, dass mit steigender Frequenz die Bündelung zunimmt und in den Raum weniger Energie abgestrahlt wird als bei tieferen Frequenzen. Die Lösung des Problems könnte ein Rundstrahler sein oder die Frequenzen über Lautsprecher mit passendem Durchmesser abzustrahlen. Dies strebte Thomas Schmidt bei der Entwicklung der Tristar an, indem zu jedem Frequenzbereich ein lautsprecher mit passendem Durchmesser eingesetzt wird. Somit sollte der Energiefrequenzgang im Raum ausgeglichener als bei anderen Lautsprecherboxen sein. In Tristar kommen Visaton-Chassis zum Einsatz: Für mittlere Frequenzen eine Mitteltonkalotte G50 FFL für die Höhen Visaton Tweeter G20 SC und für die Bässe Visaton AL 170, 8 Ohm Der Frequenzgang der Box ist recht linear und zeigt nur im oberen Frequenzbereich eine leichte Übertreibung, die aber - praxisgerecht - unter 30 Grad Winkel völlig verschwindet. Das Zerfallsspektrum klingt zügig ab; die nichtlinearen Verzerrungen sind bei 85 dB (1m) absolut vorzüglich; bei 95 dB (1m) können sie noch als gering bezeichnet werden. Die Frequenzweiche trennt die Mitteltonkalotte vom Tieftöner mit einem Hoch- bzw. Tiefpass 3. Ordnung (18 dB/Oktave). Die Trennung wischen Mittel- und Hochtöner erfolgt mit Hoch- bzw. Tiefpass 2. Ordnung (12 dB).. Ein Ausschnitt aus dem Klang+Ton Hörtest ... "So perfekt, wie sie sich misst, so hört sich die TriStar auch an: Es gibt richtig tiefe und vor allem feste Bässe und richtig Schmelz im Hochtonbereich. Und dazwischen die wunderbare Gewebekalotte, die einfach alles richtig macht - Die räumliche Abbildung genauso wie einen präzisen und leichtfüßigen Mitteltonbereich, der absolut natürlich klingt. Ich weiß nicht, ob es am gleichmäßig verlaufenden Abstrahlverhalten liegt, oder einfach an der Qualität der eingesetzten Chassis, die jeweils in ihrem optimalen Einsatzbereich arbeiten: So souverän, profund im Bass und dabei so selbstverständlich und locker hat bei uns im Hörraum schon lange kein Lautsprecher mehr gespielt. Sogar eine Graziosa und eine Nada müssen sich ganz schön lang machen, um ihre individuellen Qualitäten gegenüber der extrem ausgewogenen TriStar auszuspielen."