· Visaton PA 115 H Kompaktlautsprecher aus K+T 5/2020
Visaton PA 115 H ist ein zwei-Wege Kompaktlautsprecher. Visaton PA 115 H ist ein Bassreflex-Lautsprecher mit Chassis der Firma Visaton . Der Lautsprecher enthält folgende Chassis: - ein Hochtonhorn mit Antrieb Visaton HTH 8.7 - einen Tieftöner Visaton PAW 38, 8 Ohm Der Lautsprecher wurde von Visaton entwickelt. - einem Hochpass 2. Ordnung (12 dB / Oktave) für den Hochtöner. Der Frequenzgang des Lautsprechers ist ausgewogen. Das Abklingspektrum (Wasserfallspektrum) zeigt ein in den Mitten verzögertes Ausschwingverhalten. Die nichtlinearen Verzerrungen bei geringen Lautstärken (85 dB, 1 m) liegen oberhalb von 200 Hz unter 0,8 % und bleiben auch bei höheren Pegeln (105 dB, 1 m) im hörbaren Bereich unter 2 %. Ein Ausschnitt aus dem Klang+Ton Hörtest "Das Visatons PA-Ambitionen laut können, das war klar - das ist schließlich der erste Punkt im Pflichtenheft einer solchen Konstruktion. Was aber passiert, wenn man das ambitionierte Top einfach mal in die heimische Anlage integriert und - oh Schreck - ein Klavier auflegt? Zum Beispiel ein live eingespieltes, von einem Könner wie Bill Evans bedientes? Zunächst erst einmal fällt der ziemlich ,,ernste" Wirkungsgrad der Kombi auf: Der angeschlossene Nobelvollverstärker ließ es sich auch bei komplett zugedrehtem Lautstärkesteller nicht nehmen, vernehmlich Musik durch die Visatöner zu reproduzieren. Beim vorsichtigen Rechtsdreh zeigen sich dann auch ganz schnell die klanglichen Meriten eines solchen Setups: Es spielt extrem differenziert, transparent und auf den Punkt. Die Klavieranschlage tönen leichtfüßig, aber trotzdem energisch und kräftig. Ganz sicher ist es kein klassisches audiophiles Klangbild, das einen hier erwartet. Die PA 115 H ist im Oberbassbereich und den unteren Mitten kein Kind von Traurigkeit. Für klangliche Ausgewogenheit scheint mir ein Subwoofer eine gute Idee zu sein, aber das steckt im Wesen eines PA-Tops quasi per Definition drin. Der Lautsprecher gewinnt eindeutig von "echtem" Beschallungsbetrieb. Will sagen: Er gehört auf ein Stativ und in mindestens zwei Meter Höhe angeordnet. Das nimmt dem Horn die Schärfen im Nahbereich und lässt auch den Oberbass merklich zivilisierter erscheinen. Merke: Das hier ist keine "Studiobox", die man sich auch ins heimische Wohnzimmer stellen kann, sondern eine waschechte Beschallungslösung, die von einem gewissen Hörabstand profitiert und ihre Stärken erst dann ausspielt, wenn sie gefordert wird. Ein kurzer Check auf dem Hof hinter unserem Verlagsgebäude lieferte eine ungemein beeindruckende Performance, besonders dann, wenn eine Gebäudewand die Rolle des Subwoofers übernimmt. Mir hat's sehr gefallen; ich hoffe, dem Rest von Duisburg-Obermeiderich auch."