· WaveMon 223 Standlautsprecher aus Hobby Hifi 4/2016
WaveMon 223 ist ein kompakter sehr breitbandig spielender Standlautsprecher. In ihm kommt ein Wavecor WF223BD02 als Tieftöner und der hervorragende Wavecor TW030WA12 als Hochtöner zum Einsatz. Der Lautsprecher wurde von Bernd Timmermanns entwickelt. Der Lautsprecher ist mit geschlossenem Gehäuse und Hochpasskondensator (GHP) konstruiert. Die Frequenzweiche besteht aus einem Hochpass 2. Ordnung (12 dB/Oktave) für die Hochtonkalotte. Ein Tiefpass 3. Ordnung treibt den Tiefmitteltöner an. Ein Saugkreis glättet den Frequenzgang des Tiefmitteltöners. Im Übrigen ist in Reihe zum Tieftöner ein Kondensator geschaltet. Der Frequenzgang des Lautsprechers ist zwischen 35 Hz und 30000 Hz auf Achse perfekt linear. Das Abklingspektrum ist ohne jegliche Störung. Die nichtlinearen Verzerrungen bei mittleren Lautstärken (90 dB, 1m) liegen oberhalb von 200 Hz unter 0,3%. Die Messwerte sind für einen Lautsprecher dieser Größe Spitzenklasse: Das gilt sowohl für den Klirr (nichtlineare Verzerrungen) als auch für das Abklingspektrum und den ebenen Frequenzgang. Ein Ausschnitt aus dem Hobby HiFi Hörtest "Für den Hörtest platzierten wir die WaveMon 223 mit nicht zu großem Abstand zur Wand in ihrem Rücken, etwa 50 Zentimeter, und richteten sie auf die drei Meter entfernte Hörposition aus. So zeigte sich der Bass mit optimalem Volumen, weder überzeichnet noch unterbelichtet, und der Hochtonbereich in aller Klarheit. WaveMon 223 stellt die Musik in den Raum, dass es einem geradezu den Atem raubt: Wie können Lautsprecher ein dermaßen selbstverständliches Klangbild aufbauen? Weite und Tiefe ohne Grenzen, ein Raum bis in die Unendlichkeit, Stimmen und Instrumente wunderbar plastisch, klar umrissen und räumlich exakt definiert. Jazz at the Pawnshop: Der Hörraum wird zum Jazzclub. Gemurmel, Stühlerücken, die Musiker richten ihre Instrumente, der Besen huscht vorab schon mal übers Becken - und dann geht es los: Erst das Schlagzeug, dann dieses unglaublich real wirkende Vibraphon. Die grandiose Liveaufnahme aus dem Stockholmer Jazzclub diente schon Generationen von Audiophilen als Referenzaufnahme. Und auch diesmal beweist sie ihre Unbestechlichkeit. Wir wagen "Fly, Fly My Sadness" von den "Bulgarian Voices". Diese Aufnahme kann anstrengend sein. Aber sie ist richtig gut. Und wenn die Lautsprecher es auch sind, wird sie zur Offenbarung. Sie wird es. Die Stimmen erklingen in makelloser Klarheit und Reinheit. Sie sind fein differenziert, nichts verschwimmt. Toll. Was können die Lautsprecher unten herum? Renaud Garcia-Fons klärt das mit seinem fünfsaitigen Kontrabass. Der steigt mit "Oriental Bass" so tief ein, dass die 30 Hertz Grenzfrequenz der WaveMons gefordert sind. Auch das funktioniert richtig gut. Das voluminöse Instrument zeigt sich in seiner ganzen Macht und Fülle, aber keinesfalls überzogen, sondern wunderbar strukturiert. Der Strich des Bogens über die Saiten wird zum Erlebnis. Kolophonium-Staub scheint in der Luft zu stehen. Und nicht einmal die tiefsten Töne treffen die Lautsprecher unvorbereitet. Pegelfestigkeit erproben wir mit "Scream Machine" von James Morrison. Die explosive Dynamik der Morrison'schen Trompete fegt ungestüm durch den Hörraum. Nein, diese Boxen sind kein Kind von Traurigkeit. Sie machen das großartig. Und sie haben einen langen Atem. Ok, es gibt Grenzen. Die beiden Achtunddreißiger unserer Optimum zum Beispiel können noch ganz anders. Aber wir haben es hier mit relativ kleinen Boxen zu tun, Zweiwegerichen zumal. Und dafür sind die Dynamik