WaveMon 182

· WaveMon 182 Kompaktlautsprecher aus Hobby Hifi 4/2013

Im Kalottentest bescheinigt Zeitschrift Hobby HiFi dem Wavecor Hochtöner TW30 WA09 ein "excellenter Hochtöner mit berechtigten Highend-Ambitionen und grandiosem Preis-Leistungsverhältnis" zu sein. Das Kalottenmaterial dazu kommt aus Krefeld von Dr. Kurt Müller. Was liegt näher als mit diesem Hochtöner einen neuen Monitor zu bauen? Bernd Timmermanns schuf mit ihm WaveMon 182. Als Begleiter wurde ein Wavecor WF182BD03 gewählt, der alles mitbringt, was man sich wünschen kann: eine lange Spule für hohe Auslenkung, äußerst geringe nichtlineare Verzerrungen und einen ideal glatten Frequenzgang bis ca. 2 kHz. Der Monitor wird als Bassreflexmonitor mit rückwärtig angeordnetem Bassreflexrohr erstellt. Die Box ist einfach aufzubauen, da sie nur aus rechtwinklig gesägten Brettchen besteht. Die Frequenzweiche basiert auf einer Weiche 1. Ordnung (Hoch- und Tiefpass mit einer Steilheit von 6 dB/Oktave). Dies ist möglich, da sowohl der Hoch- wie auch der Tieftöner sehr gutmütige Frequenzgänge aufweisen. Dennoch perfektioniert Bernd Timmermanns die Eigenschaften der Lautsprecherbox durch Saugkreise. Ein RC-Glied in Reihe zum Hochtöner dehnt dessen Hochtonbereich auf bis weit über 30 000 Hz aus. Die Messergebnisse der WaveMon 182 bescheinigen dem Monitor das wiederzugeben, was er an Eingangssignalen erhält. Der Frequenzgang ist +/- 2 dB zwischen 50 Hz und 30 000 Hz absolut eben. Die nichtlinearen Verzerrungen liegen bei 90 dB praktisch durchweg unter 0,3%. Das Wasserfallspektrum zeigt ein schnelles Ausschwingen. Es sind keinerlei störende Resonanzen zu erkennen; von den Messergebnissen ist WaveMon 182 eine Lautsprecherbox an der "Grenze des Machbaren"! Ein Ausschnitt aus dem Hobby HiFi Hörtest ... "Drei Wavemons standen für den Hörtest bereit: Wavemon 152 aus Hobby HiFi 2/2011 mit der ersten Generation der 30-Millimeter-Kalotten, Wavemon 152-22 aus 3/2012 mit 22-Millimeter-Kalotte und Wavemon 182 mit der neuen 30-Millimeter-Kalotte. Im ersten Hördurchgang spielte sich die alte große Kalotte mit ihrem offensiven, energie-geladenen Charakter nach vorn. Schon ein nur etwas intensiverer Hörvergleich zeigte aber: Sie ist ein Blender. Die Krefelder Kalotte spielt ganz oben herum zurückhaltender, aber auch feiner und löst viel besser auf. Sie verleiht dem Klangbild damit erstaunlich mehr Tiefe. Nach zehn Minuten mag man schon gar nicht mehr zurück schalten: Die TW030 WA09 gewinnt den Vergleich mit der TW030 WA07 klar und deutlich. Der Vergleich zwischen Wavemon 182 und Wavemon 152-22 fällt deutlich differenzierter aus: In punkto Auflösung schenken sich beide Hochtöner nichts. Vorteile spielt die 30-Millimeter-Kalotte vor allem im unteren Hochtonbereich heraus: Stimmen haben mehr Körper, und ein Cello spielt wie mit frisch geharztem Bogen. In den obersten Höhen läuft der Vergleich auf einen ganz knappen Punktsieg für die größere Kalotte hinaus: Die TW022 WA06 kann eine minimale Kratzigkeit oder Härte nicht verhehlen. Auch wenn ihr dies den Anschein gesteigerter Lebhaftigkeit gibt, weiß letztlich die TW030WA09 mit ihrem ausgesprochen souveränen und wunderbar fein zeichnenden Charakter mehr zu überzeugen. Ganz klar im Vorteil ist der 182er Wavecor-Tiefmitteltöner gegenüber seinen beiden Stallgefährten mit 152 Millimetern Außenmaß: Zunächst einmal liefert er den tieferen, aber auch den klareren Bass. Hinzu kommt eine unüberhörbar gesteigerte Pegelfestigkeit: Forcierte Lautstärke quittieren die beiden kleineren Tiefmitteltöner mit einer gewissen Unwilligkeit, währe

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